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Design-Based-Research als Methode zur Erforschung von innovativen Szenarien wissenschaftlicher Zusammenarbeit

Aktuell wird ein wissenschaftlicher Diskurs geführt, inwieweit Forschungsdaten und Forschungsprozesse frei zugänglich gemacht werden sollen. Der Begriff „Open Science“ ist Bestandteil der Europäischen Förderlandschaft. Eine mehrheitlich anerkannte Definition scheint sich bisher aber nicht durchgesetzt zu haben. Aktuelle Publikationen (vgl. z.B. Fecher et al. 2015, Heise 2016) zeigen auf, dass offenere Formen der Wissenserschließung und Wissensentwicklung bislang nur sehr zaghaft zur Anwendung kommen. Wie die Öffnung der Wissenschaften konkret umgesetzt werden soll, muss noch weiter erforscht und ausgehandelt werden. Es stellen sich soziale und ethische Fragen. Es wird in dieser Publikation geschichtlich hergeleitet, wie das Prioritätsrecht in den Wissenschaften entstanden ist, und wie seine Kommerzialisierung Änderungen an dem über Jahre gewachsenen sozialen System der Wissenschaften erschwert. Ein Vergleich mit Open-Source-Communities zeigt: Sozialer Status scheint in Teilhabekulturen nicht unweigerlich dadurch bestimmt zu werden, ob ein Communitymitglied ein Artefakt zuerst entdeckt oder die Entdeckung zuerst bewiesen hat. Gegenstand dieser Publikation ist die Entwicklung eines Forschungsdesigns mit dem Ziel herauszufinden, ob und in wie weit sich die beschriebenen Erkenntnisse aus den Open-Source-Teilhabekulturen auf die Wissen-schaften übertragen lassen. Dabei spielt eine Rolle, wie und an welcher Stelle in der Wissensproduktion Inhalte öffentlich gemacht werden können, als wie praktikabel und sinnvoll sich dies erweist, welche Herausforderungen im Prozess entstehen, welche unterschiedlichen Haltungen die Forscher dazu entwickeln und welche Kompetenzen sie benötigen. (vgl. Hueber 2016, im Druck) Da offene Forschungs-formen und Wissenschafts-Kollaborationen noch nicht weit verbreitet sind, scheint ein empirisch-analytischer Forschungsansatz nicht sinnvoll. Design-Based-Research (DBR) wird zur Erforschung innovativer Lösungen im Hinblick auf ein zu erreichendes Ziel vorgestellt. Um Vermischungen zwischen Handlungsbezug und Forschungsbezug zu vermeiden, wird zwischen der Entwicklung eines Handlungs-modells und dessen Erforschung differenziert. (vgl. Reinmann 2014)

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Online-Reflexion mittels Weblogs: Ein disziplinübergreifender Ansatz zum Umgang mit Belastung in der berufspraktischen Ausbildung angehender Lehrpersonen und Mediziner/innen

InhaltsverzeichnisZusammenfassung1     Einleitung2     Theoretischer & praktischer Hintergrund2.1 Gesundheitsfördernde Effekte traditioneller schriftlicher Reflexion2.2 Erweiterte Möglichkeiten durch Online-Reflexion mittels Weblogs3     Fragestellung4     Methode4.1 Stichproben & Design4.2 Blogging Tool4.3 Instruierender Workshop4.4 Analyseverfahren5 Ergebnisse5.1 Wie oft und in welchem Umfang wird gebloggt?5.2 Wie oft und in welcher Intensität wird Stress beschrieben?5.3 Welche Bewältigungsstrategien werden eingesetzt?5.4 Wie wird über die geschilderten Erlebnisse […]

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Booksprints im Hochschulkontext: Drei erfolgreiche Beispiele für das gemeinsame Schreiben in kurzen Zeiträumen

InhaltsverzeichnisZusammenfassung1     Booksprints – gemeinsames Schreiben in knapper Frist2     Drei Booksprints2.1  In drei Stunden zur Textsammlung rund um Lieblings-Lern-Content2.2  In zwei Tagen zur Sammlung von innovativen Fallbeispielen2.3  In sieben Tagen zur Neuauflage eines Lehrbuchs (L3T 2.0)3     Organisation der Booksprints im Vergleich4     Lessons Learned bzw. Empfehlungen für Nachahmer/innen Zusammenfassung Das gemeinsame Schreiben in kurzen Zeiträumen in sogenannten […]

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Transmedia Learning – Digitale Bildungsprozesse mithilfe journalistischer Konzepte professionalisieren

Die Digitalisierung verändert die Bereiche unserer Gesellschaft grundlegend – und das seit Jahren. Haben sich bereits in vielen Branchen neue Prozesse herausgebildet und etabliert, geschieht dies in der Bildung nur langsam. So gibt es auch 2016 noch Hochschulen, an denen der Einsatz oder die Weiterentwicklung von digitalen Bildungsangeboten durch Unwissenheit oder die Macht der Gewohnheit gebremst werden.[1] Die Vorteile, aber auch die Nachteile, die digitales Lehren und Lernen mit sich bringen, sind zumeist ausgemacht, die einzelnen Methoden und Tools beschrieben, doch fällt es schwer, sie in den einzelnen Bildungsprozessen ziel- und sinngerecht anzuwenden.[2] Hier fehlt es häufig an didaktischen und/oder medialen Konzepten, an Nachhaltigkeit und Professionalität. Doch wie kann dieser Herausforderung begegnet werden? Die Antwort steckt im zentralen Gedanken der 24. Europäischen Jahrestagung der Gesellschaft für Medien und Wissenschaft: in der Interdisziplinarität. Dieser Flipped-Conference Talk bringt die digitale Bildung mit Prinzipien des transmedialen Journalismus zusammen und zeigt so konkrete Herangehensweisen auf, um die Qualität und den Nutzen von E-Learning-Angeboten nachhaltig zu steigern.

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Offene Lizenzen als Treiber für neuartige Kooperationen und Innovationen in der Bildung

Offene Lizenzen erlauben nicht nur die Nutzung, sondern auch die Modifikation von Texten, Programmen und Bildern – oder eben auch von Bildungsressourcen, die als „offene Bildungsressourcen“ derzeit große Aufmerksamkeit erhalten (Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2015). In diesem Beitrag werden die unmittelbaren Folgen der offen Lizenzierung, nämlich die damit verbundenen weiträumigen Nutzungsmöglichkeit, dargestellt und demonstriert, dass die offenen Lizenzen auch als ein Treiber für Kooperationen und Innovationen in der Bildung betrachtet werden können. Die Produktion und Nutzung der offenen Bildungsressourcen unterscheidet sich von traditionellen, proprietären Arbeits- und Produktionsweisen u. a. in Bezug auf Finanzierung, Entwicklung, Qualitätssicherung und Nutzung. Anhand der Rolle von OER für Open Educational Practice und mehreren Projekten (L3T 2.0, „Gratis Online Lernen“, dem Schulbuch-O-Mat-Projekt, dem MOOChub sowie COER16) wird dies dargestellt.

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„Digitale Kompetenz“ als hochschulweiter Bezugsrahmen in einem Strategieentwicklungsprozess

Um die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich zu meistern und den digitalen Transformationsprozess innerhalb der Hochschule aktiv mitzugestalten, ist eine hohe Digitale Kompetenz der Hochschulangehörigen zentral. Aus dieser Erkenntnis heraus nutzte eine interdisziplinäre und abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe der Hochschule Luzern ein Digital Literacy-Framework, um für die Entwicklung einer hochschulweiten digitalen Strategie zentrale Eckpfeiler zu definieren. Das Framework diente als Gemeinschaftsperspektive und Referenz mit dem die unterschiedlichen Akteure spezifisch für ihre Bereiche und ihre Zielgruppen Handlungsempfehlungen formulieren konnten, die in den Strategieentwicklungsprozess der Hochschule einflossen.

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Situiert. Partizipativ. Adaptiv. Kollaboration in pädagogischer Forschung und Praxis im Projekt Media Matters!

InhaltsverzeichnisZusammenfassung1     Einleitung2     Medienbildung: Bildung in einer mediatisierten Lebenswelt3     Methodologische Verortung und Implikationen4     Kollaborationen im Netzwerk – Methodische Implikationen5     Conclusio Zusammenfassung Während bisher häufig vom digitalen Wandel und der Implementierung bzw. Etablierung digitaler Tools, bildungstechnologischer Strategien und entsprechender Potentiale oder Gefahren für Lernen die Rede war, findet heute der Mediatisierungsbegriff zunehmend Eingang in den Diskurs. Dieser […]

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Community Building unter Lehrpersonen zum kompetenzorientierten Einsatz neuer Medien im Unterricht

In Österreich gibt es verschiedene Fort- und Weiterbildungsangebote für Lehrerinnen und Lehrer. Neben diesen gibt es auch zahlreiche Initiativen zur Vernetzung und zur Förderung von innovativen Unterrichtskonzepten. Eine solche Initiative ist das IMST-Themenprogramm „Kompetenzorientierter Unterricht mit neuen Medien“. Dieses zielt darauf ab, Lehrpersonen bei der Durchführung von Schulprojekten unter Einsatz digitaler Medien zu unterstützen. Im Rahmen der Begleitforschung wurde der Frage nachgegangen, wie die Vernetzung und der Austausch unter Lehrpersonen zum kompetenzorientierten Unterricht gefördert werden kann. Die Ergebnisse aus den Fokusgruppen, Interviews und qualitativer Befragung zeigen, dass eine Verbesserung der Vernetzung im Sinne eines Community Building nur mit einem ganzheitlichen Konzept möglich erscheint.

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Vom Modellprojekt über den Online-Kurs bis zum Handbuch – von gelungenen Projekten und Kooperationen im Bereich des Making mit Kindern

Das kreative digitale Gestalten mit Kindern gewinnt unter der Bezeichnung „Making“ zunehmend an Aufmerksamkeit. Wie im Falle eines Modellprojekts mit 150 Kindern und Jugendlichen, ein kostenloser offener Online-Kurs mit mehr als 600 TeilnehmerInnen und darauf ein offen lizenziertes Handbuch folgt, wird im Beitrag beschrieben. Förderliche Rahmenbedingungen für die Kooperation der (unterschiedlichen) und vergleichsweise zahlreichen PartnerInnen werden abschließend in Form von vier Thesen beschrieben.

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Digitale Skripte mit Markdown und elearn.js als Basistechnologie für OER

An deutschen Hochschulen werden in zahlreichen Lehrveranstaltungen Skripte zur Wissensvermittlung genutzt und meist den Studierenden als PDF zum Download angeboten. Digitale Skripte ermöglichen es, die Vorteile von elektronischen Lehrmedien mit denen eines papierbasierten Veranstaltungsskriptes zu vereinen. Die Meta-Sprache Markdown dient hierbei als Autorensprache zur Generierung verschiedener Ausgabeformate wie PDF, HTML oder ePUB. Der Vorteil von Markdown liegt in dem einfachen und quelloffenen Format, welches sich problemlos teilen und adaptieren lässt, ohne spezielle Editoren oder Plattformen vorauszusetzen. Das frei lizensierte elearn.js ermöglicht es, die HTML-Ausgabe von Markdown zu paginieren und mit Interaktionsmöglichkeiten auszustatten, wie zum Beispiel Navigation per Maus, Tastatur oder Wischgeste, Inhaltsverzeichnis, Bildergalerie, Quiz und weitere. Das dazugehörige Stylesheet passt die Darstellung der Inhalte responsive an alle geläufigen Bildschirmgrößen an. Markdown und elearn.js eignen sich somit bestens zur nachhaltigen Entwicklung von digitalen, offenen Lernressourcen.

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Quelle:http://2016.gmw-online.de/blog/