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Die visuelle Verbreitung von Wissen

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1 Leave a comment on Absatz 1 0 Zur Reflexion des Visuellen in multimodalen Lernkonfiguratio­n­en (Ein Workshop in Kooperation mit LeOn, einem Anbieter von online-Lehr-/Lernmaterialien)

Zusammenfassung

2 Leave a comment on Absatz 2 0 Davon ausgehend, dass die Herstellung und Distribution von Wissen ein historischer und vor allen Dingen ein diskursiver Prozess ist, der mit den Produktionsmitteln und -methoden medialer Vermittlung verhandelt wird, ist es für eine fächerübergreifende Forschung unabdingbar notwendig, visuelle Medien in eine selbstreflexive Analyse von Lernmitteln miteinzubeziehen

3 Leave a comment on Absatz 3 0 In der Konzeption von Lehr-/Lernmaterialien werden Bewegtbilder und visuelle Medien zwar immer häufiger verwendet und ihr einprägender, den visuellen Sinn ansprechender und komplexitätsreduzierender Charakter hervorgehoben. Diese Fokussierung auf den Gegenstandsbereich steht allerdings dem Umstand gegenüber, dass diese Bilder in ihrer wahrnehmungsformenden und darstellenden Funktion selbst nicht thematisiert werden.  

1     Visuelle Wissensvermittlung

4 Leave a comment on Absatz 4 0 Bild-Text-Kombinationen sind in der kondensierten Wissensvermittlung unserer heutigen Medien-kultur geradezu selbstverständlich. Beispielhaft sollen hier nur einige genannt sein: Schaubilder, Infografiken, Diagramme, Erklärvideos und Simulationen etwa. Es gibt mittlerweile zahlreiche medienpsychologische Untersuchungen und Empfehlungen zur optimalen Ausgestaltung derartiger Lernmaterialien. Dabei steht im Vordergrund, wie ein festgelegtes Lernziel bestmöglich erreicht und wie hierfür interaktive und animierte Bilder effektiv in multimediale Angebote integriert werden können.

5 Leave a comment on Absatz 5 0 Was jedoch – besonders vor dem Hintergrund der Medienbildung – ein Desiderat bleibt, ist die bewusste Nutzung und Reflexion dieser Formen in Lehr-/Lernszenarien. Grafische Darstellungen dienen der Bewältigung von Komplexität und Abstraktion und gewinnen auch neben der Wissenschafts- und Wissensvermittlung zunehmend an Relevanz, wenn es um die Kommunikation von Sachverhalten geht. Bei der Erörterung von Produktionsmitteln und -methoden medialer Vermittlung, ist es für eine fächerübergreifende Forschung unabdingbar, visuelle Medien in eine selbstreflexive Analyse von Lernmitteln mit einzubeziehen. In der Konzeption von Lehrmaterialien werden Bewegtbilder und visuelle Medien zwar immer häufiger verwendet und ihr einprägender Charakter hervorgehoben. Der Fokussierung auf den Gegenstandsbereich steht allerdings der Umstand gegenüber, dass diese Bilder in ihrer wahrnehmungsformenden und darstellenden Funktion selbst nicht thematisiert werden. So gehören bereits jetzt und erwartbar in Zukunft noch stärker Diagramme zum Standardinventar der Repräsentation komplexer Sachverhalte, bringen aber auch jeweils mediale Logiken, Ein- und Ausschlüsse mit sich, die für ein Verständnis ihrer Aussagekraft und deren Bewertung essentiell sind. Der Tagungsworkshop thematisiert, wie jenseits einer Überwältigung auf dem Stand aktuell diskutierter Kompetenzmodell und Konzepte etwa der Bildkompetenz und der visual literacy durch das Visuelle eine Sensibilisierung für Visualisierungen in der Wissensvermittlung Eingang in den Lern- und Erkenntnisprozess finden kann.

2     Ansatz des Workshops

6 Leave a comment on Absatz 6 0 Bei dem Workshop-Angebot handelt es sich um eine Kooperation zwischen einem Anbieter schulischer Lernmaterialien und der medienwissenschaftlichen Beschäftigung mit Fragen der Bildkompetenz, welche im Rahmen des Workshops den Umgang mit digitalen visuellen Medien und die Frage der Bild-Text-Relation in multimodalen Lernmaterialien in der (Hochschul-)Lehre thematisieren und anhand von Beispielen aus dem Angebot des Bildungsanbieters LeOn diskutieren. Mit dem Medienportal LeOn („Lernen Online“) des Medienzentrums Tirol steht Lehrpersonen über den Zugang zum Portal Tirol die internetgestützte elektronische Distribution von Unterrichtsmedien zur Verfügung: verfügbare Module beinhalten Filme, Animationen, Audiomodule, Bilder, Grafiken, Arbeitsblätter, interaktive Übungen, didaktische und methodische Vorschläge sowie Linklisten. Aktuell sind rund 41.000 Medienmodule in 1300 Themenpaketen zu finden. Die AusrichterInnen des Workshops bringen ihre Expertise aus der medienbezogenen Bildungsarbeit in den Bereichen Lehramtsausbildung, LehrerInnenbildung, Wissenschaftstheorie und Medienbildung ein. Der Workshop will besonders im Hinblick auf die visuellen Elemente in den angebotenen Modulen den derzeitigen Entwicklungsstand des Medienportals vorstellen, diskutieren und Entwicklungsperspektiven eruieren. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei Animationen sowie Text-Bild-Relationen in grafischen Darstellungen und interaktiven Übungen gelten.

Quelle:http://2016.gmw-online.de/359/