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Wie lassen sich hochschul- und standortübergreifende Lehrveranstaltungen realisieren?

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1 Leave a comment on Absatz 1 0 Die zunehmende Heterogenität der Studierenden und die Notwendigkeit nach individuellen Lernmethoden weckt das Interesse vieler Hochschulen nach neuen didaktischen Konzepten, die sich zusätzlich als standortübergreifende Lehrveranstaltung oder in Kooperation mit anderen Hochschulen realisieren lassen. Im Workshop wollen wir existierende Ansätze vorstellen und diskutieren, um neue Impulse für die Weiterentwicklung existierender als auch für die Entwicklung neuer Angebote geben.

2 Leave a comment on Absatz 2 0 Hochschulen kooperieren in verschiedenen Settings miteinander, die sich entlang folgender Struktur abbilden lassen:

3 Leave a comment on Absatz 3 0 Kooperation auf Landesebene z.B. durch die gemeinsame Nutzung und Bereitstellung von Infrastrukturen, Serviceangeboten und Qualifizierungs­angeboten. Hierzu werden oftmals auf Landesebene Mittel bereitgestellt, Infrastrukturen zu schaffen, die von mehreren Hochschulen genutzt werden (Bremer et al 2010). Alternativ können diese Strukturen auch durch Mitglieds­beiträge oder eine gemeinsame Finanzierung der Hochschulen realisiert werden.

4 Leave a comment on Absatz 4 0 Im Rahmen diverser Förderprogramme wie z.B. solche des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg wurden und werden explizit die Entwicklung und Umsetzung kooperativer Bachelor- und Masterprogramme von ein oder mehreren Hochschulen initiiert.[1] Solche Förderlinien wurden auch schon im Rahmen des Programms Neue Medien in der Bildung I und der damals finanzierten Bundesleitprojekte in diesem Feld finanziert. Beispiele für solche Angebote sind der Bachelor Soziale Arbeit (BasaOnline)[2], an dem mehrere Hochschulen beteiligt sind. Hier entstanden auch Kooperationen zwischen kleineren Fächern wie beispielsweise der da­malige Master Skandinavistik online dreier Hochschulen aus drei Ländern

5 Leave a comment on Absatz 5 0 Kooperation auf der Ebene von Contenttausch und -entwicklung: Ebenfalls im Rahmen der ehemaligen Förderprogramme des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurden Kooperationen zur gemeinsamen Contententwicklung initiiert, die zum Teil bis heute in rudimentärer oder veränderter Form existieren. Beispiele sind die Projekte kmed (wurde vom Land Hessen weiterfinanziert), prometheus Bildarchiv (wurde als Verein gegründet) oder das heute noch existierende Portal webgeo.

6 Leave a comment on Absatz 6 0 Institutionalisierte Kooperationen wie z.B. die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb)[3] und die virtuelle Fachhochschule[4] in denen eine inzwischen meist durch das Bundesland eine Kooperation zwischen Hochschulen für die gemeinsame Generierung von digitalen Studienangeboten unterstützt und zum Teil mit Anreizen oder geeigneten Rahmenbedingungen begleitet wird.

Ziele, Inhalte und Zielgruppe des Workshops

7 Leave a comment on Absatz 7 0 Der Workshop möchte verschiedene Ausprägungen der Kooperation zwischen Hochschulen vorstellen, die von der gemeinsamen Entwicklung von digitalen Inhalten bis hin zu online Studiengängen oder Studiengängen im Blended Learning-Format reichen. Diese werden auch anhand von Beispielen verdeutlicht.

8 Leave a comment on Absatz 8 0 Ein Beispiel wird die Lehrveranstaltung „Algorithmen & Datenstrukturen“ an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg sein. Anhand dessen demonstriert werden wird, wie Blended Learning standortübergreifend umgesetzt werden kann. Das didaktische Konzept einer Lerneinheit sieht die Bereitstellung von Lernzielen, vorwissensaktivierenden Aufgaben, problemorientierter Wissens­vermittlung und Selbstkontrollaufgaben inklusive Anknüpfungspunkten zur Präsenzveranstaltung vor. Kern des Konzepts ist die modulare Struktur, die eine bausteinbasierten Zusammensetzung der Vorlesungsinhalte individualisiert erlaubt. Dieses Blended Learning-Konzept kommt an den Standorten Karlsruhe und Mannheim zuerst zum Einsatz, wird evaluiert und an dann im Rahmen der Projekts „DHBW eCampus“ an weiteren Standorten etabliert.

9 Leave a comment on Absatz 9 0 Es soll zudem mit den Teilnehmenden erarbeitet werden, unter welchen Beding­ungen solche Kooperationen entstehen und wie sie gelingen können und An­­re­gungen für die Gestaltung solcher Kooperationsbeziehungen entwickelt werden.

10 Leave a comment on Absatz 10 0 Zielgruppe des Workshops sind Personen, die an der Kooperation zwischen Hochschulen zur gemeinsamen Contententwicklung bis hin zur Studien­gangsentwicklung mit digitalen Elementen an Hochschulen interessiert sind.

12 Leave a comment on Absatz 12 0 Bremer, C.; Göcks, M.; Rühl, P., Stratmann J. (Hrsg.) (2010): Landesinitiativen für E-Learning an deutschen Hochschulen. Waxmann Verlag, Münster.


13 Leave a comment on Absatz 13 0 [1] https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/land-foerdert-ausbau-berufsbegleitender-masterangebote-mit-6-millionen-euro-1/

14 Leave a comment on Absatz 14 0 [2] http://www.basa-online.de/)

15 Leave a comment on Absatz 15 0 [3] https://www.vhb.org/startseite/

16 Leave a comment on Absatz 16 0 [4] https://www.vfh.de/

Quelle:http://2016.gmw-online.de/351/?replytopara=11