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E-Teaching-Badgevergabe – Kollegiales Feedback als Qualitätsentwicklungsinstrument

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1 Leave a comment on Absatz 1 0 Gegenstand des Posters ist der Vergabeprozess des E-Teaching-Badge der Universität Potsdam, wobei der Prozess der Antragstellung, Begutachtung und Ausstellung des Badge unter Einbeziehung der gegebenen Rahmenbedingungen und aktueller Entwicklungen vorgestellt wird. Ausgewählte Kriterien zur Bewertung von E-Teaching-Szenarien geben eine Orientierung für das kollegiale Feedback und bilden zugleich die Grundlage für das Peer-Assessment als Qualitätsentwicklungsinstrument. Diese werden auf dem Poster gesondert hervorgehoben und erste Erfahrungen aus dem laufenden Pilotprozess dargestellt.

1       Inhaltliche Einführung

2 Leave a comment on Absatz 2 0 Während die Gestaltung computergestützter Lernarrangements in der Regel einen sehr großen Zeit- und Arbeitsaufwand mit sich bringt, wird dieser oft ungenügend honoriert. Badges bieten die Möglichkeit, den Aufwand sichtbar zu machen sowie die Leistungen von Lehrenden aufzuzeigen. Aufgrund detaillierter Informationen über die Art des Einsatzes kann ein Badge den Lehrenden auch dazu dienen, ihre E-Teaching-Kompetenzen zu dokumentieren.

2     E-Teaching-Badge der Universität Potsdam

3 Leave a comment on Absatz 3 0 Der E-Teaching-Badge der Universität Potsdam wird an Lehrende vergeben, die sich einer quantitativen und qualitativen Begutachtung einer (oder mehrerer) ihrer mediengestützten Lehrveranstaltung(en) stellen. Einzureichen sind hierfür eine kurze Verschriftlichung des Lehrkonzeptes sowie Informationen zum Zugang zu den eingesetzten digitalen Medien. Die Begutachtung erfolgt einerseits durch eine/n Mitarbeiter/in des Bereichs Lehre und Medien des Zentrums für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium der Universität Potsdam und andererseits mithilfe eines Peer-Assessments, d.h. die teilnehmenden Lehrenden erklären sich bereit ihre Lehrveranstaltung anhand hochschuldidaktischer Kriterien von anderen Lehrenden und begutachten zu lassen sowie selbst ein entsprechendes Feedback für eine andere Lehrperson zu schreiben. Der kollegiale Austausch umfasst dabei in der Regel auch ein direktes Gespräch der Peers. Die Erfahrung und das Wissen anderer Lehrender werden so genutzt, um die eigene Umsetzung zu reflektieren, neue Perspektiven zu eröffnen und Impulse für die Weiterentwicklung des Lehrhandelns zu geben. (Vgl. Kempen & Rohr, 2009, S. 7; Reinmann et al., 2010, S. 2f.) Der Badge zertifiziert eine Lehrperson als E-Teacher und wird für den adäquaten und zielführenden Einsatz von E-Teaching-Methoden und -Instrumenten vergeben. Die Vergabe ist somit personen- und nicht veranstaltungsbezogen. Art und Umfang des Medieneinsatzes werden aus den Metadaten des Badge ersichtlich, beispielsweise in welchen Handlungsfeldern von Lehrpersonen[1] E-Teaching-Elemente eingesetzt wurden. Ziel ist nicht, in möglichst vielen Handlungsfeldern E-Teaching einzusetzen, sondern dort, wo dies erfolgt, den Einsatz angemessen zu gestalten. Auch aus diesem Grund wird nur ein Badge vergeben. So gibt es auch keine Mindestanzahl an Kriterien, die erreicht werden müssen – lediglich die adäquate Vorbereitung und Gestaltung der Lernumgebung wird als Voraussetzung angesehen, da ohne „Lernraum“ (sei es ein Moodle-Kurs, ein Blog oder ein WBT) keine weiteren Lehr-Lern-Aktivitäten stattfinden können.

3     Zertifizierung von Lehrenden mit dem E-Teaching Badge

4 Leave a comment on Absatz 4 0 Der E-Teaching-Badge bietet eine Möglichkeit, den Einsatz von E-Teaching wertzuschätzen sowie die Leistungen der Lehrenden anhand ausgewählter didaktischer Kriterien aufzuzeigen. Er ist damit nicht nur eine Form der Anerkennung, sondern gibt dem E-Teacher Orientierung im Einsatz digitaler Medien in der Lehre und dient als Anstoß zur qualitativen Weiterentwicklung. Zusammenfassend stellt der E-Teaching-Badge der Universität Potsdam ein “Gütesiegel” für Online-Lehre dar und dient gleichzeitig als Qualitätsentwicklungsinstrument.

Literatur

5 Leave a comment on Absatz 5 0 Kempen, D., Rohr, D. (2009). From Peer to Peer: Kollegiale Hospitationen in der

6 Leave a comment on Absatz 6 0 Hochschule. Neues Handbuch Hochschullehre, L.3.5, S. 1-31.

7 Leave a comment on Absatz 7 0 Reinmann, G., Sippel, S. & Spannagel, C. (2010). Peer Review für Forschen und Lernen: Funktionen, Formen, Entwicklungschancen und die Rolle der digitalen Medien. http://gabi-reinmann.de/wp-content/uploads/2010/05/PeerReview_GMW10.pdf, 29.02.2016.

Quelle:http://2016.gmw-online.de/340/